Schon im Grundschulalter entstand eine frühe Neugier für Architektur und die Frage, was einen wirklich guten Grundriss ausmacht – ausgelöst durch das Erlebnis, die eigenen Eltern beim Hausbau zu begleiten. Parallel dazu entwickelte sich die Fotografie zu einem konstanten Begleiter, ein Hobby, das den Blick für Formen, Licht und Proportionen schärfte. Die Begeisterung für Handwerk, besonders für Holz, Möbelbau und traditionelles Arbeiten, führte schließlich zu einer Schreinerlehre als bewusstem Schritt vor dem Architekturstudium.
Prägend wurde auch die Faszination für die Bauhaus‑Architektur und ihre Kunst – nicht nur ästhetisch, sondern auch im historischen Kontext ihrer Zeit. Gleichzeitig war die Natur immer ein Ort, um Kraft zu sammeln: Wandern, Radfahren, draußen sein. Diese Ruhe bildet einen Gegenpol zur intensiven Arbeit an Projekten, die am meisten Freude macht, wenn sie gemeinsam entsteht. Denn das Miteinander zählt – im Team ist man stärker, kreativer, klarer.
So bleibt die Suche nach dem perfekten Grundriss ein roter Faden, genauso wie der Spaß daran, Abläufe zu optimieren und Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Perspektivwechsel helfen, das Wesentliche zu erkennen – sei es im Entwurf, im Prozess oder im Umgang miteinander. Architektur wird dabei nicht nur als Beruf verstanden, sondern als gesellschaftliche Aufgabe: die Verantwortung, Lebensräume zu gestalten, die Menschen verbinden, stärken und ihnen ein gutes Zuhause geben.